Süßweine

Sie sind für eine kleine Ewigkeit bestimmt und versprechen großen Genuss: Süßweine. Ob nun eine fein-fruchtige Spätlese, eine edle Trockenbeerenauslese oder ein rarer Eiswein – allein aus Deutschland kommen sehr berühmte Süßweine. Wobei die edelsüßen Gewächse aus Sauternes oder dem Elsass ihnen in nichts nachstehen! Und dann sind da ja auch noch Port, Sherry und Co! Entdecken Sie die verführerische Welt der Süßweine bei WeinArt!       Mehr lesen
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94 Wine Advocate
2010 Saarburger Rausch Riesling Spätlese
Geltz Zilliken, Mosel-Saar-Ruwer 2010 Saarburger Rausch Riesling Spätlese
49,00 € *
0.75 l (1 l = 65,33 €*)
1989 Maximin Grünhäuser Herrenberg Riesling Beerenauslese
590,00 € *
0.75 l (1 l = 786,67 €*)
89 Wine Advocate
0,375 l
2006 Maximin Grünhäuser Herrenberg Riesling Auslese 49
25,00 € *
0.375 l (1 l = 66,67 €*)
90 Mosel Fine Wines
2006 Maximin Grünhäuser Herrenberg Riesling Auslese 49
45,00 € *
0.75 l (1 l = 60,00 €*)
92 Wine Advocate
2006 Maximin Grünhäuser Abtsberg Riesling Auslese 45
49,00 € *
0.75 l (1 l = 65,33 €*)
1994 Maximin Grünhäuser Herrenberg Riesling Beerenauslese
350,00 € *
0.75 l (1 l = 466,67 €*)
0,375 l
1989 Maximin Grünhäuser Herrenberg Riesling Beerenauslese
298,00 € *
0.375 l (1 l = 794,67 €*)
2008 Maximin Grünhäuser Herrenberg Riesling Eiswein
230,00 € *
0.75 l (1 l = 306,67 €*)
94 Wine Advocate
2007 Scharzhofberger Riesling Auslese
Egon Müller, Mosel-Saar-Ruwer 2007 Scharzhofberger Riesling Auslese
398,00 € *
0.75 l (1 l = 530,67 €*)
93 Wine Spectator
2005 Ockfener Bockstein Riesling Auslese
Geltz Zilliken, Mosel-Saar-Ruwer 2005 Ockfener Bockstein Riesling Auslese
59,90 € *
0.75 l (1 l = 79,87 €*)
94 Wine Spectator
2005 Saarburger Rausch Riesling Auslese
Geltz Zilliken, Mosel-Saar-Ruwer 2005 Saarburger Rausch Riesling Auslese
59,90 € *
0.75 l (1 l = 79,87 €*)
95 Wine Advocate
0,375 l
2005 Saarburger Rausch Riesling Auslese Goldkapsel
59,90 € *
0.375 l (1 l = 159,73 €*)
1999 Saarburger Rausch Riesling Auslese 6
Geltz Zilliken, Mosel-Saar-Ruwer 1999 Saarburger Rausch Riesling Auslese 6
59,90 € *
0.75 l (1 l = 79,87 €*)
0,375 l
1999 Saarburger Rausch Riesling Auslese 6
Geltz Zilliken, Mosel-Saar-Ruwer 1999 Saarburger Rausch Riesling Auslese 6
30,90 € *
0.375 l (1 l = 82,40 €*)
94 Mosel Fine Wines
2002 Saarburger Rausch Riesling Auslese 5
Geltz Zilliken, Mosel-Saar-Ruwer 2002 Saarburger Rausch Riesling Auslese 5
59,90 € *
0.75 l (1 l = 79,87 €*)
92 Wine Advocate
2006 Saarburger Rausch Riesling Spätlese
Geltz Zilliken, Mosel-Saar-Ruwer 2006 Saarburger Rausch Riesling Spätlese
49,00 € *
0.75 l (1 l = 65,33 €*)
92 Wine Advocate
2007 Saarburger Rausch Riesling Spätlese
Geltz Zilliken, Mosel-Saar-Ruwer 2007 Saarburger Rausch Riesling Spätlese
49,00 € *
0.75 l (1 l = 65,33 €*)
93 Wine Spectator
2007 Saarburger Rausch Riesling Auslese
Geltz Zilliken, Mosel-Saar-Ruwer 2007 Saarburger Rausch Riesling Auslese
59,90 € *
0.75 l (1 l = 79,87 €*)
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Edle Süssweine online kaufen

Um kaum eine andere Weinstilistik ranken sich derart viele Geschichten und Mythen wie um die Süßweine dieser Welt. Was nicht weiter verwunderlich ist. Schließlich gehören sie zu den langlebigsten Gewächsen, die es gibt. Und zu den kostbarsten. Denn sie sind ebenso rar wie begehrt. Da ist es kaum zu glauben, dass die meisten Süßweine einst durch puren Zufall erstmals entstanden sind.

SÜSSWEINE: WIE ALLES IN DEUTSCHLAND BEGANN

Bestes Beispiel ist da etwa die Legende vom Spätlesereiter, der sozusagen die Süßwein-Epoche in Deutschland einläutete. Und zwar 1775 im Rheingau. Damals bewirtschafteten Mönche die Rieslingflächen vom heutigen Schloss Johannisberg. Die Traubenqualität war fantastisch, die Lese stand direkt vor der Tür. Doch ohne Erlaubnis des Fürstabts aus Fulda durften die Geistlichen nicht mit der Ernte beginnen. Diese wurde traditionell als Brief von einem Reiter gebracht. Im Jahr 1775 kam und kam aber eben dieser Reiter nicht. Die Trauben verschrumpelten am Rebstock.

Als die Mönche endlich den sehnsüchtig erwarteten Brief erhielten, schrieben sie ihre Ernte schon ab, lasen die Trauben aber trotzdem, um wenigstens noch irgendetwas zu retten. Nach dem Keltern folgte bei der ersten Verkostung dann die große Überraschung. Dieser Wein schmeckte viel besser als alle anderen Rieslinge, die die Mönche jemals im Keller hatten!

PRÄDIKATSWEINE – EINE ÜBERSICHT

Es war die Geburtsstunde der Spätlese, die im Laufe der Jahrhunderte ein Teil der sogenannten Prädikatsweine werden sollte. Rest- und edelsüße Weine mit Kabinett an der Basis, Spät- und Auslese in der Mitte sowie Beeren- und Trockenbeerenauslese an der Spitze. Und Eiswein als große Ausnahmeerscheinung im Olymp.

WIE SÜSSWEINE ENTSTEHEN

Was die Mönche im Jahr 1775 noch nicht wussten, wir heutzutage aber bei den Prädikatsweinen so bewundern, ist die Edelsüße, die durch einen ganz bestimmten Pilz verursacht wird. Nämlich Botrytis cinerea. Landläufig auch Edelfäule genannt. Damit die Trauben nicht verschimmeln, sondern von dem Pilz veredelt werden, braucht es bestimmte Wetterbedingungen zum genau richtigen Zeitpunkt.

Wenn im Herbst morgens zum Beispiel durch Nebel, der von Flüssen oder Seen aufsteigt, die Trauben feucht werden, befällt der Pilz die gesunden Beeren und impft ihnen seine Enzyme ein. Bleibt es den Rest des Tages feucht und bedeckt, verschimmeln die Trauben am Rebstock. Kommt zum Mittag aber die warme Herbstsonne heraus und trocknet die Beeren, entsteht eben jene legendäre Edelfäule, die ihre ganz eigenen und besonderen Aromen von süßem Honig, getrockneter Aprikose oder kandierter Ananas in die Trauben und damit auch in den Wein bringt. Je mehr Beeren von Botrytis befallen sind, desto intensiver sind diese Aromen – und desto höher ist auch der Zuckergehalt.

LEGENDÄRE SÜSSWEINE AUS FRANKREICH

Um solch edelsüßen Weine zu bereiten, sind Winzer also gnadenlos auf die Natur angewiesen. Denn ohne ideale Wetterbedingungen keine Botrytis. Und damit auch keine Spätlese und Co. So geht es übrigens nicht nur den deutschen Winzern, sondern auch den Vignerons in Bordeaux! Hier ist vor allem eine Appellation am westlichen Ufer der Garonne berühmt für ihre verführerischen Süßweine. Sauternes. Während in Deutschland vor allem die Rebsorte Riesling für Süßweine Trumpf ist, spielt in Sauternes Sémillon die Hauptrolle – flankiert von Sauvignon Blanc (für mehr Säure und Fruchtigkeit) und manchmal auch Muscadelle, wenn man einen exotischen Duft hinzufügen möchte.

Ob nun an der Mosel, am Rhein, der Nahe oder an der Garonne – entscheidend für edelsüße Weine ist die Nähe eines Gewässers, damit Botrytis überhaupt entstehen kann. Das ist vielerorts nicht nur ein Glückspiel der Natur, sondern eben auch eine echte Seltenheit. Noch seltener ist dann aber eine Sélection de Grains Nobles aus dem Elsass. Auch hier spielt die Edelfäule die entscheidende Rolle. Zwar fließt hier grenznah der Rhein, aber auf der anderen Seite halten die Vogesen viele Wolken und damit auch Regen von dem kleinen französischen Anbaugebiet fern, das dadurch sehr trocken ist. Botrytis entsteht hier nur sehr, sehr selten. Dementsprechend rar sind die Edelbeerenauslesen aus Riesling, Pinot Gris, Gewürztraminer oder Muscat.

BESONDERE RARITÄT: EISWEIN

Eine Sonderstellung bei den Süßweinen nimmt übrigens der Eiswein ein. Sein Zuckergehalt toppt so manche edelsüße Trockenbeerenauslese. Was aber nicht der einzige Unterschied ist. Denn bei der Erzeugung ist nicht Botrytis der entscheidende Faktor, sondern Kälte. Man liest die Trauben nämlich nicht im Laufe des Herbstes, sondern sie verbleiben bis zum ersten Frost am Rebstock. Fällt die Temperatur auf mindestens -7 °C, pflückt man die Trauben und presst sie im noch gefrorenen Zustand, sodass sich das Eis vom Rest der Beere trennt.

Was bleibt, ist der hochkonzentrierte und sehr süße Saft, den man dann fermentiert. Bei einem Eiswein bleibt also die reine Typizität einer Rebsorte gänzlich erhalten, weswegen er komplett anders schmeckt als zum Beispiel eine Trockenbeerenauslese. Vor allem in Deutschland ist Eiswein eine große Spezialität. Er kann aber auch aus Österreich oder sogar Kanada kommen. Hier firmiert er unter dem Namen Icewine und wird vornehmlich aus der Hybrid-Rebsorte Vidal bereitet.

GESPRITETE SÜSSWEINE MIT BEEINDRUCKENDER HISTORIE

Edelsüße Gewächse haben besonders in Deutschland und Frankreich eine sehr lange Tradition. Es gibt aber auch Süßweine, die nicht durch Botrytis oder Frost entstehen, sondern durch das Aufspriten mit hochprozentigem Alkohol. Und diese Bereitung ist tatsächlich noch viel älter als die Bereitung von Süßweinen mittels Edelfäule. So importierten die Engländer bereits im 13. Jahrhundert gespritete Weine aus Portugal. Damals hieß der heute weltweit bekannte Portwein noch Vinho de Lamego, bevor er im Laufe der Jahrhunderte nach seinem Umschlagplatz – nämlich dem Städtchen Porto – umbenannt wurde.

SHERRY UND CO.

Vor allem in Ländern, die ab dem 13. Jahrhundert enge Handelsbeziehungen mit England führten, waren gespritete Weine gang und gäbe. Denn mit dem höheren Alkoholgehalt machte man die Weine haltbarer. Damit sie eine lange Seefahrt unbeschadet überstanden. An dem Grundprinzip hat sich bei Port, Sherry oder Madeira bis heute nichts geändert. Nach der Traubenlese werden diese ganz normal gekeltert.

Bei einem Sherry stoppt die Gärung von allein – auch wenn die Trauben für einen natursüßen Sherry vorab getrocknet wurden. Nach einer Klassifizierung der Grundweine, werden diese mit Neutralalkohol aufgespritet und kommen dann entweder zur Reifung in ein Solera-System, wo sie unter einer Florschicht reifen, oder ganz normal in ein Holzfass. Je nach gewünschter Stilistik.

RUBY, TAWNY UND VINTAGE: PORTWEIN

Bei den verschiedenen Portwein-Typen wird die Gärung durch das Aufspriten mit Branntwein gestoppt, wenn der Grundwein während der Fermentation fünf bis neun Volumenprozent Alkohol entwickelt hat. Wie beim Sherry gibt es dann auch beim Port verschiedene Ausbauarten, um eine ganz bestimmte Stilistik zu erzeugen. Die Basis-Qualitäten sind einfache Ruby- oder Tawny-Portweine, die man jung genießen sollte.

Doch auch hier gibt es mit dem Vintage Port eine Königsklasse. Hierfür bedienen sich die Winzer ausschließlich in Top-Jahrgängen der besten Trauben aus ihren Spitzenlagen, welche dann nach sorgfältiger Vinifizierung inklusive zwei Jahren Fassreife als Vintage Port lanciert werden. Bisher führte die Kombination aus höchsten Ansprüchen und der essenziellen Hilfe von Mutter Natur durchschnittlich zu drei Vintage Port tauglichen Jahrgängen pro Dekade. Er kann – wie auch die edelsüßen Weine – eine kleine Ewigkeit auf der Flasche reifen und steht anderen Süßweinen in Sachen Langlebigkeit in nichts nach.

SPEISEN UND SÜSSWEINE

So unterschiedlich die hier vorgestellten Süßweine auch sein mögen, sie alle eint, dass sie nicht nur ein besonderer, sondern vor allem ein großer Genuss sind. Und das nicht nur als Solisten nach einem gelungenen Menü. Denn sie machen allesamt auch als Speisenbegleiter eine hervorragende Figur.

Ein Riesling Kabinett harmoniert zum Beispiel zu sehr pikanten Gerichten wie etwa einem Curry. Aus- oder Spätlesen machen zu fruchtigen Desserts sehr viel Freude. Selbiges gilt, wenn man eine Beerenauslese zu einem Schokoladenkuchen reicht. Zu diesem sowie zu hochwertiger Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil passt auch ein Vintage Port oder ein Banyuls hervorragend. Sauternes hingegen bietet zu Blauschimmelkäse wie Roquefort wahrlich kulinarischen Hochgenuss. Und Trockenbeerenauslesen und Eisweine bilden zu gereiften Hartkäsen einen fulminanten Kontrast. Lassen auch Sie sich von der edlen Vielfalt langlebiger Süßweine inspirieren!

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