Weinraritäten aus Italien

Bei uns finden Sie eine weltweit einmalige Auswahl an Weinraritäten aus Italien. Hier erwartet Sie eine spannende Auswahl an Spitzenweinen aus dem Piemont und der Toskana großer Namen: Soldera, Gaja, Giacosa, Mascarello, Sandrone und Conterno.     Mehr lesen

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95 Wine Advocate
1989 Barolo Bric del Fiasc
Paolo Scavino, Piemont 1989 Barolo Bric del Fiasc
239,00 € *
0.75 l (1 l = 318,67 €*)
96 Vinous
1990 Barolo
Bartolo Mascarello, Piemont 1990 Barolo
540,00 € *
0.75 l (1 l = 720,00 €*)
93 Vinous
6 l
2005 Messorio IGT
Le Macchiole, Toskana 2005 Messorio IGT
1.180,00 € *
6 l (1 l = 196,67 €*)
96 Vinous
1995 Barolo
Bartolo Mascarello, Piemont 1995 Barolo
540,00 € *
0.75 l (1 l = 720,00 €*)
1,5 l
1999 Barolo
Bartolo Mascarello, Piemont 1999 Barolo
709,00 € *
1.5 l (1 l = 472,67 €*)
3 l
2008 Barthenau Vigna S. Urbano Pinot Nero
Joseph Hofstätter, Südtirol 2008 Barthenau Vigna S. Urbano Pinot Nero
397,00 € *
3 l (1 l = 132,33 €*)
93 Wine Advocate
1,5 l
2010 Pinot Nero Schweizer
Franz Haas, Südtirol 2010 Pinot Nero Schweizer
100,50 € *
1.5 l (1 l = 67,00 €*)
1987 Barolo Cascina Francia
Giacomo Conterno, Piemont 1987 Barolo Cascina Francia
390,00 € *
0.75 l (1 l = 520,00 €*)
92 Wine Advocate
2005 Brunello di Montalcino Pian delle Vigne
70,80 € *
0.75 l (1 l = 94,40 €*)
92 Wine Spectator
6 l
2010 Villa Antinori Rosso IGT
Marchesi Antinori, Toskana 2010 Villa Antinori Rosso IGT
190,00 € *
6 l (1 l = 31,67 €*)
94 Vinous
2012 Camartina IGT
Querciabella, Toskana 2012 Camartina IGT
79,00 € *
0.75 l (1 l = 105,33 €*)
94 Wine Spectator
2015 Chianti Classico Riserva
Querciabella, Toskana 2015 Chianti Classico Riserva
33,00 € *
0.75 l (1 l = 44,00 €*)
93 Wine Spectator
2016 Chianti Classico
Querciabella, Toskana 2016 Chianti Classico
23,00 € *
0.75 l (1 l = 30,67 €*)
92 Wine Spectator
2014 Cavalli IGT
Tenuta Degli Dei, Toskana 2014 Cavalli IGT
35,90 € *
0.75 l (1 l = 47,87 €*)
95 Wine Advocate
1990 Barolo Sperss
Angelo Gaja, Piemont 1990 Barolo Sperss
350,00 € *
0.75 l (1 l = 466,67 €*)
96 Wine Spectator
1985 Barbaresco Costa Russi
Angelo Gaja, Piemont 1985 Barbaresco Costa Russi
398,00 € *
0.75 l (1 l = 530,67 €*)
96 Wine Advocate
1989 Barolo Cannubi
Paolo Scavino, Piemont 1989 Barolo Cannubi
230,00 € *
0.75 l (1 l = 306,67 €*)
-10%
88 Wine Spectator
1989 Sassicaia
San Guido, Toskana 1989 Sassicaia
275,13 € * 305,70 € *
0.75 l (1 l = 366,84 €*)
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Weinraritäten aus Italien

Bei einem Weinland wie Italien mit einer sehr großen Breite an Spitzenweinen verwundert es nicht, dass sich ein paar Winzer daran machen, noch eine extra Anstrengung zu unternehmen und Weine in extrem kleiner Stückzahl hervorzubringen, die unverwechselbar sind und qualitativ einsam an der Spitze stehen. Man mag diese Raritäten teuer nennen, gewiss, aber sie sind im Wortsinn preiswert und vor allem eins: unvergesslich.

Sensibles Supertalent: Nebbiolo

Der Norden Italiens beherbergt nicht nur das starke ökonomische Zentrum des Stiefels, sondern bietet mit dem Piemont auch in Sachen Genusskultur eine der ersten Adressen des Landes. In der Hügellandschaft Langhe – eingerahmt von den schneebedeckten Gipfeln der Alpen – ist eine Rebsorte zuhause, die den Ruhm der Region mit Weinen wie Barolo und Barbaresco prägte: Nebbiolo. Sie trägt im Namen das Wort Nebbia= Nebel, weil sie spät zur Reife kommt, nämlich dann, wenn der Herbstnebel vom Fluss Tanaro in die Weinberge zieht. Die lange Reifezeit und die Frostempfindlichkeit machen sie zu einer sehr sensiblen Sorte, die eine kundige Hand braucht, aber wenn das Werk gelingt den Winzer und den Weingenießer mit exquisiten Tropfen belohnt, die über eine beeindruckende Langlebigkeit verfügen.

Monprivato –Grand Cru des Piemont

Zu den Weinbauern, die erwiesenermaßen ein Händchen haben, gehört zweifellos Mauro Mascarello vom Gut. Im Alleinbesitz der Familie befindet sich eine der mit Abstand besten Lagen des Piemont: Monprivato lebt von seinem Untergrund aus Algenablagerungen und Muschelkalk, denn auch wenn man es sich heute kaum vorstellen kann: Hier war einst das Meer. Die Südwestlage wird mit äußerst niedrigen Erträgen bewirtschaftet und hätte im Burgund spielend den Rang eines Grand Cru. Mit Handlese, Spontanvergärung ohne künstliche Hefen und dem Ausbau in großen slowenischen Fässern gehört die ‚Azienda Agricola Giuseppe Mascarello e Figlio‘ zu den Traditionalisten des Barolo. Gleiches gilt für Namensvetter Bartolo Mascarello, dessen Weine spielend 30-40 Jahre altern können. Auch Roberto Conterno vom Weingut Giacomo Conternoaus Monforte d'Albawürde sich hier einsortieren, denn er hält sich an die Regeln der Vorfahren: Nur penibel selektierte Trauben, bis zu einem Monat Maischestandzeit, nicht Filtrieren, nicht Schönen–nur der reine Wein mit viel, viel Zeit. Der Barolo Riserva Monfortino von Conterno ist einer der besten, die sie für Geld bekommen können. Roberto und Franco Massolino möchten ebenfalls „jede einzelne Nuance bewahren“. Wein ist für die beiden immer ganzheitlich: Rebe, Boden, Lagenexposition, Klima und der traditionsbewusste Piemonteser als Faktor, der alles zusammenhält. Winzer Bruno Giacosa ist 2018 verstorben, hat aber seiner Tochter Bruna und seinem Team ein paar Leitmotive mitgegeben: das Wichtigste ist zweifellos: Ein Barolo soll nicht nur schwarz und stark sein, sondern voll eleganter Finesse: Seine Weine sind vielleicht die burgundischsten der Region.

Angelo Gaja und die Barolo Boys

Man hat sie ‚Barolo Boys‘ oder auch schon ‚Junge Wilde‘ genannt–das ist vielleicht eine Umdrehung zu viel. Was jedoch Winzer wie Elio Altare oder Luciano Sandrone auszeichnet, ist Weltläufigkeit und Neugier. Von ihren Reisen brachten sie Ideen mit, die einen Barolo zugänglicher machten, weniger tanninbetont. Kürzere Mazerationstzeiten und keine Angst vor dem Barriquefass –das führte zu charmanteren Baroli, die viele Freunde fanden. Der prominenteste Erneuerer ist mit Sicherheit Angelo Gaja von seinen Verehrern ehrfürchtig ‚Angelo nazionale‘ genannt. Er veränderte nicht nur Anbau-und Kellertechnik, sondern bewirkte vor allem, dass der Barbaresco nicht mehr im Schatten des Barolo steht, sondern im hellen Glanz der internationalen Weingenießer und Weinkritiker gleichermaßen: die Bewertungen haben die 100 Punkte mehr als einmal erreicht.

Supertuscan –Aufstand in der Toskana

Von einer regelrechten Revolution ist aus der Toskana zu berichten: Die Aufständischen weigerten sich zu glauben, dass ausschließlich mit den Rebsorten, die in DOC-oder DOCG-Regeln verewigt sind, seligmachende Weine entstehen. Nichts gegen Sangiovese und Canaiolo, aber diese Winzer wollten und konnten auch Cabernet Sauvignon, Merlot oder Syrah anbauen, wollten sie reinsortig oder als Cuvée, wie es ihnen gefiel und dem Wein am Ende nützte. Treibende Kraft war hier die bedeutendste Weindynastie Italiens, in personam Piero Antinori und sein Chefönologe Giacomo Tachis. Unter ihrer Regie entstand – das war schon sehr frech – VinodaTavola, denn die DOC-Regulierer lehnten diesen neumodischen Kram ab. Nicht aber die Weinwelt, die Supertuscans wie Tignanello mit Wonne austranken. Ein richtiges Nest der Widerspenstigen bildete sich in der Maremma rund um den Ort Bolgheri: Ein Sassicaia der Tenuta San Guido oder ein Masseto der Tenuta dell‘ Ornellaia wurden zum Inbegriff der italienischen Weinelite. Oft in die Riege der Supertuscans einsortiert wird auch der Kultwein Le Pergole Torte des Weinguts Montevertine aus Radda in Chianti. Doch der Fall liegt etwas anders. Denn als der Industrielle Sergio Manetti 1967 sein Weingut gründete, interessierte er sich kein Stück für französische Rebsorten, sondern wollte zu 100% auf die alteingesessene rote Sangiovese-Traube setzen. Doch wieder verbaten die DOC-Regeln dies – eine Beimischung von weißen Rebsäften war damals Pflicht. Mir egal, sagte Manetti und füllte ebenfalls einen Vino da Tavola (später einen Toscana Indicazione Geografica Tipica/IGT) von erlesener Qualität ab. Le Pergole Torte ist eine große Weinpersönlichkeit aus inzwischen sehr alten Reben: elegant und raffiniert, kraftvoll und sinnlich. Und jedes Sammlerherz schlägt noch höher, weil die Etiketten mit Bildern des Malers Alberto Manfredi jährlich wechseln.

Ein Brunello bleibt ein Brunello

Auch 1,5 Autostunden weiter südlich bei Montalcino finden wir ein Weingut, das sie Fahne der Sangiovese-Rebe hochhält (hier heißt sie Sangiovese grosso oder Brunello). Gianfranco Soldera war der Gründer der Azienda Agricola Case Basse und nein, auch der Anfang 2019 verstorbene Mann war kein einfacher Mensch, eher ein Dickschädel, oder positiv: ein Purist. Die Diskussion im Brunello-Konsortium, ob man nicht ein wenig Merlotin den Brunello schütten könne, war für ihn pure Barbarei. Eine schlechte Nachricht musste er Ende 2012 verkraften: Die Jahrgänge 2007 bis 2012 fielen fast gänzlich einem Anschlag zum Opfer. Unbekannte drangen in den Keller ein und öffneten die Hähne von zehn großen Holfässern mit 62000 Litern Wein. Die gute Nachricht: Case Basse überlebte, setzte den Weg der Biodiversität, 100% Brunello, Spontanvergärung, Reifung in großen Fässern, aber auch der hochwissenschaftlichen mikrobiologischen Kontrolle seiner Weine unbeirrt fort. Sie zählen zu den besten und rarsten Brunelli, die auf dem großen, weiten Erdenrund zu haben sind.

Mehr geht nicht: Amarone meditazione

Das Finale eines großen mehrgängigen Menüs findet nicht selten nach dem Essen statt: mit dem – so nennen das die Italiener – Vino meditazione. Einer der schönsten Weine zum Meditieren und Philosophieren ist eine Amarone aus Valpolicella. Und einer besten überhaupt stammt von Giuseppe Quintarelli. Nur in den allerbesten Jahren wird ein Amarone gemacht. Handarbeit, penible Selektion, kleinste Mengen und eine lange Lagerung kennzeichnen die Handschrift dieses ikonischen Weinguts. Mit einem Glas von Quintarelli bringen Sie die Welt wieder in Ordnung –versprochen.

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