Alex Saltaren Castro

Rheingau, Deutschland

Der Winzer, der allein durch seine Zeilen streift, hier und da eine Rebe berührt und, nur seiner Intuition folgend, seine einsamen Entscheidungen trifft – ist ein Trugbild. Denn hinter jedem Weinbauern steckt ein engmaschiges Netzwerk aus Erfahrungen, Ideen sowie familiärer oder freundschaftlicher Unterstützung.       Mehr lesen

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2019 Edilia Riesling trocken
Alex Saltaren Castro, Rheingau 2019 Edilia Riesling trocken
29,00 € *
0.75 l (1 l = 38,67 €*)
limitiert
2019 Labeja Riesling trocken
Alex Saltaren Castro, Rheingau 2019 Labeja Riesling trocken
19,00 € *
0.75 l (1 l = 25,33 €*)
Story

Palmira, Buenos Aires, Oestrich-Winkel – das Netzwerk des Alex Saltaren Castro

Ein Sommelier schenkte ihm den ersten Riesling ein

Nehmen Sie zum Beispiel Alex Saltaren Castro. Aufgewachsen in Palmira/Kolumbien lernte der junge Mann bei seiner Arbeit in einem Restaurant in Cali einige Sommeliers kennen – der Beruf faszinierte ihn. Und einer dieser Wein- und Genussexperten schenkte ihm bei einer Verkostung den ersten Riesling ein. „Unvergesslich“, sagt Alex, „da tat sich eine neue Welt auf.“ Den Riesling im Hinterkopf, ließ er sich in Buenos Aires selbst zum Sommelier ausbilden und schloss 2011 ab. Doch wie sollte er seine Riesling-Liebe leben, im Land von Malbec und Tannat? Nicht zwingend, aber folgerichtig führte ihn der Weg zwei Jahre später nach Deutschland und schlussendlich ins Riesling-Wonderland, den Rheingau. Oestrich-Winkel wurde seine zweite Heimat. Ab 2017 lernte er auf Schloss Vollrads – herrlich, Riesling, nichts als Riesling. Das dritte Jahr, bei Viktoria und Peter Bernhard Kühn, brachte neue biodynamische Sichtweisen in seinen Kopf. Und eine Flause: Selber Wein machen wäre doch das Größte!

Die eigene Parzelle im Riesling-Wonderland Rheingau

Im April 2019 war es dann endlich soweit. Es gelang Alex Saltaren Castro, eine Parzelle in der Lage Mittelheim Sankt Nikolaus zu pachten. Der Rhein speichert hier Wärme und reflektiert die Sonne; nur wenige Meter vom Ufer entfernt gedeihen 30 Jahre alte Riesling-Reben auf sandigem Löss und kalkhaltigem Lösslehmboden.

Alex ist ein Purist, der die Weine in Ruhe lässt

Alex verfolgt einen radikalen, puristischen Ansatz und ist überzeugt: Die Weinberge, die Trauben wissen, wohin sie wollen – Aufmerksamkeit zählt. Im Keller leistet er fast nur Handarbeit, die Eingriffe sind minimal. Die Moste gären in gebrauchten 300 Liter Fässern und Barriques, übrigens gestiftet von Nahewinzerin Caroline Diehl, und es gibt weder Filterung noch Schönung. Die Weine sind bei der Abfüllung naturtrüb. Als Kernsatz seiner Philosophie formuliert Alex: „Alles, wofür ich im Weinberg gearbeitet habe, möchte ich behalten. Bei Gärung und Ausbau bin ich nur Begleiter. Die Weine zeigen mir den Weg.“

Immer dabei: Edilia, Viktoria, Peter Bernhard und Caroline

‚Edilia‘ heißt sein erster Wein, benannt nach seiner Großmutter, die in seiner Kindheit Schutz, Nahrung und ein Zuhause bot. Der zweite Weinname ‚Labeja‘ kommt von La Abeja, auf Spanisch Biene. Das sind seine ständigen Begleiter im Wingert, genau wie Hummeln und andere Insekten, die sich schon früh wieder einfanden, nachdem Alex seinen Weinbergen mehr Naturnähe verschrieb. Und so streift der Winzer durch die Zeilen, berührt hier und da eine Rebe und trifft intuitiv seine Entscheidungen. Allein? Niemals. Großmutter Edilia, Viktoria & Peter Bernhard Kühn, Caroline, viele namenlose Bienen und ein namentlich nicht genannter argentinischer Sommelier sind immer bei ihm.

Fakten
Land:Deutschland
Region:Rheingau
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