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Jérôme Prevost

Jérôme Prevost

Unter den Winzerinnen und Winzern, deren Weine wir führen, gibt es einige, mit denen uns vor allem die Begeisterung für ihre Arbeit verbindet. Genauso ist es bei Jérôme Prévost. In Gueux, einem kleinen Dorf am nordwestlichen Rand der Montagne de Reims, hat er aus zwei Hektar Familienweinberg ein Weingut gemacht, dessen Champagner Sammler weltweit suchen. Es ist die Geschichte eines Weinbergs, einer lange unterschätzten Rebsorte und eines Winzers, der seiner Überzeugung treu geblieben ist.

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Champagne La Closerie Red Label Extra Brut

Jérôme Prevost, Champagne

Champagne La Closerie Red Label Extra Brut
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Champagne La Closerie Grand Cru Extra Brut

Jérôme Prevost, Champagne

Champagne La Closerie Grand Cru Extra Brut
379,00 €

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Champagne La Closerie Les Béguines Extra Brut

Jérôme Prevost, Champagne

Champagne La Closerie Les Béguines Extra Brut
209,00 €

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Story

Ein Weinberg, der lange verpachtet war

Die Einzellage Les Béguines lag jahrelang in den Händen von Pächtern, bevor Jérôme Prévost 1987 die Bewirtschaftung übernahm. Die Trauben verkaufte er zunächst an Négociants, wie es in der Champagne lange üblich war. Den Wendepunkt brachte die Begegnung mit Anselme Selosse, einem der prägenden Köpfe der Winzerchampagner-Bewegung. Selosse ermutigte ihn, aus den eigenen Trauben Champagner zu machen, und stellte ihm Platz in seinem Keller in Avize zur Verfügung. Dort entstand 1998 der erste Jahrgang von La Closerie.

Eine Rebsorte, die man unterschätzte 

Pinot Meunier galt lange als Partner für die Assemblage, aber nicht als Hauptdarsteller. Jérôme Prévost hat ihn ins Zentrum seiner Arbeit gestellt, und seine Champagner haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Rebsorte heute mit anderen Augen gesehen wird. Auf sandigem Lehm über Kreide, auf rund 120 Metern Höhe, wächst hier ein Meunier mit Tiefe und Eigenständigkeit. Dafür arbeitet Prévost mit großer Zurückhaltung: ohne Herbizide und Insektizide, teils mit der Hand gepflügt und mit Erträgen, die etwa der Hälfte des erlaubten Maximums entsprechen.

Im Keller zählt die Geduld 

Im Keller vertraut Prévost auf wilde Hefen und Holzfässer zwischen 225 und 600 Litern. Schwefel kommt kaum zum Einsatz und die Champagner werden ungeschönt und unfiltriert abgefüllt. Besonders ist seine Überzeugung, dass die eigentliche Entwicklung nicht auf der Hefe, sondern in der Flasche stattfindet. Rund sechs Jahre nach der Ernte, so seine Erfahrung, öffnen sich die Weine. Wer diese Geduld aufbringt, wird belohnt.

Ein Weingut im Wandel 

Lange entstanden die Weine in einer Garage hinter dem Wohnhaus in Gueux. 2018 zog Prévost in ein modernes, schlichtes Weingut direkt am Weinberg. Seit 2020 ergänzt eine kleine Négociant-Linie unter dem Label LC das Angebot. Auslöser waren extreme Witterungsverhältnisse und schwankende Erträge. Auch für diese Cuvée bleibt die Haltung des Hauses dieselbe: Die Lese und Sortierung kontrolliert Prévost selbst. Was die Weine von La Closerie verbindet, ist die Haltung dahinter: Terroir vor Stil, Geduld vor Tempo und Zurückhaltung vor Effekt. Wer eine Flasche aus Gueux öffnet, bekommt nicht nur einen Champagner, sondern einen Blick in einen Weinberg, den es so nur einmal gibt.