Palmer
Das Medoc ist im Allgemeinen eine Region, in der etliche Weingüter den Begriff Château wirklich auszufüllen verstehen. Château Palmer gehört zur Appellation Margaux und muss in dieser Umgebung zwar eher als mittelgroßes Landhaus gelten, ist aber dennoch ein Augenweide: Gedrungen, kraftvoll und doch mit seinen vier runden Spitztürmen an jeder Ecke wunderbar elegant. Und mit dieser Ausstrahlung des Gebäudes nähern wir uns bereits dem Stil dieses bedeutenden Gutes, das bei der Bordeaux-Klassifizierung im Jahr 1855 als Troisième Grand Cru Classé eingestuft wurde.
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Palmer, Bordeaux
2012 Palmer Margaux ex Château 10 years on release
Inhalt: 0,75 l (397,33 € / 1,00 l)
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Château Palmer kann stets in höheren Ligen mithalten
Diese Bewertung gilt im Allgemeinen als viel zu niedrig gegriffen, denn Palmer kann bei Verkostungen und Kritikerbewertungen stets mit höher eingestuften Châteaux mithalten. Die Cuvée lebt von einer meist ausgewogenen Mischung aus kraftvollem Cabernet Sauvignon und geschmeidigem Merlot, die auf den Kiesböden des Médoc prächtig gedeihen. Dazu kommt ein kleiner Anteil (6-12%, je nach Jahrgang) von würzigem Petit Verdot, der enorm zur Komplexität und zum Lagerpotenzial eines Château Palmer beiträgt. Bis zu 40 Jahre sind keine Seltenheit.
Von Reben, Schafen und einem Alter Ego
2008 begann die ersten Experimente, bald wurde daraus eine Entscheidung: Palmer wird biodynamisch bewirtschaftet. Zwischen den Rebzeilen wachsen Gras, Blumen und Kräuter, die mit Hingabe von Schafen abgeweidet werden. "Die Agrochemie ist bei uns verschwunden", sagt der verantwortliche Winemaker Thomas Duroux. Seit dem Jahrgang 1998 gibt es den Zweitwein, genannt "Alter Ego". Auch hier dominiert je nach Jahrgang mal Cabernet Sauvignon, mal Merlot die Cuvée, ebenfalls ergänzt von Petit Verdot. Alter Ego ist im Stil zwar geschmeidiger und runder als der Grand Vin, aber dennoch mit einer beeindruckenden Perspektive von 15 bis 20 Jahren ausgestattet.