Die wirklich großen Weine des Bordeaux.

Bei uns finden Sie eine große Auswahl an Spitzenweinen aller begehrten Bordeaux-Appellationen sowie die raren Grand Cru Classé Kreszenzen in atemberaubender Jahrgangstiefe und Qualität.       Mehr lesen
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97 Wine Advocate
1986 Yquem Sauternes
Yquem, Bordeaux 1986 Yquem Sauternes
350,00 € *
0.75 l (1 l = 466,67 €*)
94 Wine Spectator
1989 Gruaud-Larose St. Julien
Gruaud-Larose, Bordeaux 1989 Gruaud-Larose St. Julien
99,00 € *
0.75 l (1 l = 132,00 €*)
-15%
1908 Yquem Sauternes
Yquem, Bordeaux 1908 Yquem Sauternes
1.574,28 € * 1.852,10 € *
0.75 l (1 l = 2.099,04 €*)
94 Wine Spectator
2003 Mouton-Rothschild Pauillac
Mouton-Rothschild, Bordeaux 2003 Mouton-Rothschild Pauillac
526,39 € *
0.75 l (1 l = 701,85 €*)
99 Wine Spectator
-10%
1990 Le Pin Pomerol
Le Pin, Bordeaux 1990 Le Pin Pomerol
3.491,69 € * 3.879,66 € *
0.75 l (1 l = 4.655,59 €*)
97+ Wine Advocate
1990 Lafleur Pomerol
Lafleur, Bordeaux 1990 Lafleur Pomerol
1.510,92 € *
0.75 l (1 l = 2.014,56 €*)
90 Wine Advocate
-50%
6 l
2009 G Acte 1 Bordeaux Supérieur
180,33 € * 360,67 € *
6 l (1 l = 30,06 €*)
85 Wine Advocate
-50%
2010 Grand Village blanc Bordeaux
Grand Village, Bordeaux 2010 Grand Village blanc Bordeaux
7,06 € * 14,13 € *
0.75 l (1 l = 9,41 €*)
95 Wine Spectator
2005 La Fleur-Pétrus Pomerol
La Fleur-Pétrus, Bordeaux 2005 La Fleur-Pétrus Pomerol
242,72 € *
0.75 l (1 l = 323,63 €*)
95 Wine Advocate
2009 Les Forts de Latour Pauillac
263,19 € *
0.75 l (1 l = 350,92 €*)
87 Wine Spectator
1983 Ducru-Beaucaillou St. Julien
Ducru-Beaucaillou, Bordeaux 1983 Ducru-Beaucaillou St. Julien
145,24 € *
0.75 l (1 l = 193,65 €*)
91 Wine Spectator
1985 Domaine de Chevalier Graves
115,03 € *
0.75 l (1 l = 153,37 €*)
93 Wine Advocate
1979 Margaux Margaux
Margaux, Bordeaux 1979 Margaux Margaux
418,18 € *
0.75 l (1 l = 557,57 €*)
94 Wine Advocate
-10%
1948 Latour Pauillac
Latour, Bordeaux 1948 Latour Pauillac
1.035,23 € * 1.150,25 € *
0.75 l (1 l = 1.380,31 €*)
92 Wine Advocate
2007 La Fleur-Pétrus Pomerol
La Fleur-Pétrus, Bordeaux 2007 La Fleur-Pétrus Pomerol
185,21 € *
0.75 l (1 l = 246,95 €*)
89 WS Wine Spectator
1997 Trotanoy Pomerol
Trotanoy, Bordeaux 1997 Trotanoy Pomerol
128,67 € *
0.75 l (1 l = 171,56 €*)
92 Wine Advocate
1,5 l
2007 La Fleur-Pétrus Pomerol
La Fleur-Pétrus, Bordeaux 2007 La Fleur-Pétrus Pomerol
387,97 € *
1.5 l (1 l = 258,65 €*)
1991 Haut-Brion Pessac-Léognan
408,44 € *
0.75 l (1 l = 544,59 €*)
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Weine aus dem Bordeaux online kaufen

Sobald jemand das Wort Bordeaux in den Mund nimmt, denkt alle Welt gleich an Wein. Kenner denken umgehend an Château Pétrus, Château Latour oder Margaux oder träumen gleich von legendären Weinen wie 1947 Cheval Blanc oder 1945 Mouton-Rothschild.

Bordeaux ist das wohl bekannteste Weinbaugebiet der Welt. Wir können uns nicht vorstellen, wie man als Weingenießer ohne Bordeaux durchs Leben kommen sollte. Wenn es Bordeaux nicht gäbe, man müsste es erfinden. Für uns thront Frankreichs Glorie nicht nur auf den drei Säulen Liberté, Égalité und Fraternité, sondern auch auf Bordeaux, Burgunder und Champagner.

Bordeaux und seine Historie

Schon im 6. Jahrhundert v.Chr. führten Phönizier und Griechen Reben in Gallien ein. Die Römer sorgten dafür, dass sich die winterfeste Rebsorte Biturica durchsetzte und sich durch Weinbau Wohlstand entwickelte. Nach dem Untergang des römischen Reiches retteten Mönche die Biturica-Genetik durch die nachfolgenden Jahrhunderte.

Als Henry Plantagenet im Jahr 1152 die Herzogin Eleonore von Aquitanien heiratet, kommen die Engländer ins Spiel. Aus Henry wird später König Heinrich II. von England und unter seiner Herrschaft wird England der wichtigste Handelsplatz für Weine aus Bordeaux. 1199 entsteht in Saint Émilion die erste von 18 Bordelaiser Weinbruderschaften.

Durch die strategisch günstige Lage von Bordeaux nahe dem Atlantik erfährt der Handel mit Bordeaux-Weinen durch die Seemächte England und Holland, aber auch durch die Hanse einen enormen Aufschwung. Bordeaux-Weine sind weltweit verbreitet und begehrt. Daran haben weder der hundertjährige Krieg zwischen Frankreich und England noch die Reblaus-Katastrophe von 1875 bis 1892 etwas geändert.

Klassifizierungen im Bordeaux

Es gibt inzwischen fünf Klassifizierungen in Bordeaux, von denen wir hier nur die drei für uns wichtigsten näher betrachten wollen:

Die älteste und bekannteste ist die von 1855. Hier wurden die führenden Weine des Médoc in fünf Qualitätsstufen eingeteilt. In der höchsten Qualitätsstufe 'Premier Grand Cru Classé' befanden sich bis 1973 lediglich vier Weingüter: Château Latour, Château Lafite-Rothschild, Château Margaux und der einzige Wein, dessen Fläche sich außerhalb des Médocs befindet: Château Haut-Brion, damals im Gebiet Graves; seit 1987 heißt der Teilbereich, in dem Haut-Brion liegt, Péssac-Léognan.

1973 wurde die seit Beginn starre Klassifizierung zum ersten und bisher einzigen Mal korrigiert, als Château Mouton-Rothschild vom 2ème zum 1er Grand Cru Classé hochgestuft wurde. Somit sind es heute fünf Premier Cru Classés.

1953 wurden die Weine des Graves-Gebiets klassifiziert. Insgesamt 16 Châteaux dürfen sich seither als Cru Classé de Graves bezeichnen. Da es im Graves nicht nur Rotweine, sondern auch hochwertige trockene Weißweine aus den Rebsorten Sauvignon Blanc und Sémillon gibt, gilt die Klassifizierung bei einigen der 16 Weingüter für die Rot- und Weißweine. Die Graves-Klassifizierung wird nicht überarbeitet.

1954 wurde erstmals eine Klassifizierung der Rotweine von Saint Émilion vorgenommen. Diese wird alle zehn Jahre neu überarbeitet, d.h. Weine können auf oder abgestuft werden. In der aktuellen Fassung aus dem Jahre 2012 finden sich 18 Premier Grand Cru Classé Weine, von denen vier als Spitze, als Premier Grand Cru Classé A geführt werden: Château Ausone, Château Cheval Blanc, Château Angélus und Château Pavie. Die 14 anderen Güter dürfen sich Premier Grand Cru Classé B nennen. In der Stufe darunter sind derzeit 64 Grand Cru Classé Châteaux.

Bordeaux Tradition und Moderne

Wir von WeinArt engagieren uns hauptsächlich für reifere, klassifizierte Gewächse. Grob gesagt stehen für uns die Weine des 20. Jahrhunderts im Fokus. Schon immer waren wir begeistert vom eigenständigen, unverwechselbaren Charakter, der Eleganz und Alterungsfähigkeit der Bordeaux-Weine alter Schule.

Was hat sich in Bordeaux geändert?

Bereits Mitte der 1980er Jahre besaß der amerikanische Weinjournalist Robert M. Parker enormen Einfluss auf das Geschmacksbild eines Bordeaux. Er suchte Konzentration und Fruchtfülle, wie er sie von kalifornischen Weinen kannte. Seine Höchstbewertungen erhielten bei den Jungwein- (En Primeur) Verkostungen stets die mächtigsten, fülligsten Weine. Finesse und Eleganz wurden häufig abgestraft. Parker liebte Vanille und Röstaromen, die durch den Einsatz neuer Barriquefässer entstehen, sowie die likörähnlichen Cassis- und  dunklen Beerennoten durch gewollte Überreife der Trauben und Mostkonzentration. Die großen, wohlhabenderen Bordeaux-Weingüter engagierten beratende Önologen, investierten in neue Fässer und modernste Technik, um die Weine auf die Vorlieben von Parker einzustellen. Bordeaux wurde zunehmend kalifornisiert.

Mit dem hochreifen Jahrgang 2000 zeigte sich auch erstmals der starke Einfluss des Klimawandels. Weine mit Alkoholgraden von 14% Vol. oder mehr, die es vorher nur in seltensten Fällen gab, wurden zur Regel. Das typische Geschmacksbild eines Bordeaux wurde durch die enorme Konzentration verwässert. Heutzutage ist es viel schwieriger, in Blindverkostungen festzustellen, ob man einen aktuellen Bordeaux, einen sogenannten Super-Tuscan aus Cabernet Sauvignon/Merlot, einen Kalifornier oder einen erstklassig gemachten Wein aus Chile im Glas hat. Wir bedauern diese Entwicklung, die auch mit exorbitanten Preisen pro Flasche einhergeht.

Die Entscheidung, was in Ihrem Keller und in Ihren Gläsern landet, liegt bei Ihnen, verehrte Kundinnen und Kunden. Es gibt bei Bordeaux kein richtig oder falsch, denn auch die modernen Weine sind qualitativ über jeden Zweifel erhaben.

Falls Sie unsere Liebe für reife, traditionell bereitete Bordeaux-Weine teilen, suchen Sie nicht weiter, Sie haben Ihr Ziel erreicht. Darauf haben Sie unser Wort.

Autor: Hans-Jürgen Teßnow

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