Egon Müller - Jahrgang 2020

Hier finden Sie den Bericht über den Jahrgang 2020 des Weinguts Egon Müller:     Mehr lesen

6 Artikel gefunden
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
von bis
Für die Filterung wurden keine Ergebnisse gefunden!
2020 Wiltinger Braune Kupp Riesling Spätlese
Le Gallais - Egon Müller, Mosel-Saar-Ruwer 2020 Wiltinger Braune Kupp Riesling Spätlese
89,00 € *
0.75 l (1 l = 118,67 €*)
2020 Scharzhofberger Riesling Spätlese
Egon Müller, Mosel-Saar-Ruwer 2020 Scharzhofberger Riesling Spätlese
190,00 € *
0.75 l (1 l = 253,33 €*)
3 l
2020 Scharzhof Riesling Q.b.A.
Egon Müller, Mosel-Saar-Ruwer 2020 Scharzhof Riesling Q.b.A.
230,00 € *
3 l (1 l = 76,67 €*)
2020 Scharzhofberger Riesling Kabinett
Egon Müller, Mosel-Saar-Ruwer 2020 Scharzhofberger Riesling Kabinett
137,00 € *
0.75 l (1 l = 182,67 €*)
2020 Scharzhof Riesling Q.b.A.
Egon Müller, Mosel-Saar-Ruwer 2020 Scharzhof Riesling Q.b.A.
39,80 € *
0.75 l (1 l = 53,07 €*)
2020 Wiltinger Braune Kupp Riesling Kabinett
Le Gallais - Egon Müller, Mosel-Saar-Ruwer 2020 Wiltinger Braune Kupp Riesling Kabinett
47,00 € *
0.75 l (1 l = 62,67 €*)
Egon Müller - Jahrgang 2020

"Wieder gab es keinen richtigen Winter. Im Oktober 2019, während der Traubenlese, hatte es nach langer Trockenheit kräftig geregnet und auch November und Dezember waren nass, aber eher mild. Der Januar war weitgehend trocken, erst gegen Ende des Monats fiel nennenswerter Niederschlag aber dann regnete es durchgehend, bis in den März. Dabei blieb es sehr warm und ab Mitte März schien die Sonne fast ununterbrochen.

Die Vegetation begann sehr früh, die ersten Blüten beim Riesling konnte man am 12. Mai finden. Dann bremste ein kurzer Kälteeinbruch die Natur: Am 12. Mai gab es nach Regen leichten Frost, der in unseren Weinbergen aber nur sehr begrenzt Schäden verursachte. Die Blüte zog sich dadurch aber hin und war erst am 15. Juni komplett beendet.

Am 5. Juni gab es nach längerer Trockenheit den ersten kräftigen Regen und wir mussten mit dem Pflanzenschutz beginnen. Insgesamt war es sonnig und warm aber es gab hin und wieder Gewitter, die sich bis zum Ende des Monats auf überdurchschnittliche 75 mm summierten. Wir hatten nur Schwefel und Kupfer gespritzt und so mussten wir schon am 15. Juni die zweite Behandlung durchführen. Der Regen hörte Ende Juni auf und der Juli war heiß und trocken. Vom 10. Bis zum 13. Juli haben wir zum dritten und letzten Mal gespritzt.

Während des Frühjahrs befand sich Europa wegen der Corona Pandemie im Lock-down. Unser Frühjahrsteam konnte nicht aus Polen anreisen und wir waren in Sorge, die anstehenden Arbeiten termingerecht ausführen zu können. Im Sommer normalisierte sich die Situation und das schöne Wetter tat ein Übriges. Juli und August waren heiß und trocken, aber es gab keine extreme Hitze. Nur um den 10. August gab es ein paar wirklich heiße Tage und stellenweise Sonnenbrand an den Trauben.

Die Trauben entwickelten sich prächtig und man konnte mit einer großen Ernte rechnen. Aufgrund der Hygieneauflagen mussten wir mit einer relativ kleinen Lesemannschaft planen und wir beschlossen, jedenfalls früh mit der Ernte zu beginnen. In der Woche vor dem geplanten Start verschlechterten sich die Wetteraussichten erheblich und anstatt wie geplant am 21. September, fingen wir schon am 20. mit der Lese an. Die Trauben waren reif aber nicht überreif und es gab keine Edelfäule. Der angekündigte Regen kam erst einmal nicht und wir ernteten eine Woche lang bei bestem Wetter Kabinettrauben.

Am 27. September regnete es dann doch und für uns begann ein Pokerspiel. Wir wollten auf Edelfäule warten, aber schöne, fast sommerliche Tage wechselten sich mit Regentagen ab. Botrytis kam, konnte aber nie richtig eintrocknen und langsam begannen die Säurewerte zu fallen. Wir pausierten mehrmals in der Hoffnung auf besseres Wetter, ernteten dann wieder ein paar Tage und schließlich, am 21. Oktober waren wir fertig.

In der Hoffnung auf frühen Frost hatten wir ein paar Trauben hängen lassen. Der Frost kam zwar nicht, aber nach dem nassen Oktober wurde das Wetter im November besser. Endlich trockneten die Trauben ein und da für die kommende Woche Sturm gemeldet war, ernteten wir die letzten Trauben am 14. November.

Wenn ich versuche, in der Vergangenheit einen vergleichbaren Jahrgang zu finden, muß ich passen. Allenfalls lassen sich gewisse Parallelen mit 2016 ziehen: Die makellosen, gesunden, reifen Trauben zu Beginn der Ernte, das Pokerspiel um Edelfäule und schließlich die Kapitulation vor der Natur. Wenn wir auch die Spitzen der letzten 3 Jahre nicht erreichen, darf man doch sicher mit sehr guten Kabinett- und Spätleseweinen rechnen." - Egon Müller IV

Zuletzt angesehen