Proben-Highlights
6 Highlights aus dem Oktober
Auch im Oktober haben wir im Rahmen unserer wöchentlichen Montagsproben Weine quer durch unseren Keller mit über 100.000 Positionen verkostet. Wieder einmal wurde neu Eingetroffenes in freudiger Erwartung geöffnet, Bewährtes nachprobiert, Liebgewonnenes auf seine aktuelle Form geprüft, „Ehrwürdiges“ entstaubt und in Blindverkostungen oft Erstaunliches ans Licht gebracht.
Und aus der köstlichsten Quintessenz dieser Geschmackserlebnisse haben wir erneut 18 Pakete geschnürt, die darauf warten, auch Ihnen facettenreiche Genüsse zu bereiten.
UNSERE PROBEN-HIGHLIGHTS AUS DEM OKTOBER:
1988 Ducru-Beaucaillou St. Julien - Ducru-Beaucaillou, Bordeaux
Erstaunlich frisch und lebendig zeigt sich dieser fast 40-jährige Wein. Wir sagen: Sensationell!
In der Nase entfalten sich Aromen von reifen Pflaumen, getrockneten schwarzen Johannisbeeren und feinen Röstaromen mit Anklängen von Kaffee, Tabak und Zedernholz. Am Gaumen überzeugt er mit harmonischer Struktur, reifen Tanninen und einer geschmeidigen Textur. Das lange Finale klingt elegant mit feinen Noten von Mokka aus.
2021 Jechtingen ENSELBERG Spätburgunder Grosses Gewächs Q.b.A. trocken - Franz Keller, Baden
Wirklich ein echter Favorit, der uns mit einer eleganten Balance aus getrockneten Kirschen und Walderdbeeren auf der einen und feinen Gerbstoffen begleitet von dezentem Veilchenduft auf der anderen Seite begeistert hat.
Auch am Gaumen zeigt sich dieser Spätburgunder kraftvoll und gleichzeitig harmonisch, wobei die lebendige Säure einen langen, nachhaltigen Abgang begleitet. Diese Eigenschaften sind es, die diesen Wein zu einem hervorragenden Pinot Noir und so zu einem unserer Probenhighlights machen.

2023 Wehlener Sonnenuhr Riesling Kabinett - Joh. Jos. Prüm, Mosel-Saar-Ruwer
Ein absoluter Mosel-Klassiker und bei so vielen herausragenden Prädikatsweinen von Joh. Jos. Prüm war die Wahl alles andere als einfach. Aber wir mussten uns nun mal entscheiden.
Wie erwartet zeigt sich die Wehlener Sonnenuhr cremig und reif im Duft. In der Nase entfalten sich fruchtige Aromen von Zitrusfrüchten und Pfirsichen, die von mineralischen Nuancen ausbalanciert werden. Am Gaumen erleben wir eine präzise Salzigkeit - fein und filigran integriert. Aus Erfahrung können wir sagen, dass die Kabinett Weine der Sonnenuhr jahrzehntelang reifen können. Aber auch schon jetzt machen sie uns viel Spaß und animieren zum Weitertrinken. 
2017 Saarburg RAUSCH Riesling Grosses Gewächs Q.b.A. trocken - Geltz Zilliken, Mosel-Saar-Ruwer
„Unverkennbar“. Da waren wir uns schon bei der ersten Nase einig. Hier präsentieren sich die Stilistik des Winzers und die Lage Saarburger Rausch so einprägsam, dass wir diesen Wein vermutlich auch blind erkannt hätten. Aromen reifer Pfirsiche und tropischer Früchte dominieren und werden durch eine feine Kräuterwürze sowie eine intensive Mineralität ergänzt, die aus der Schieferprägung des Bodens resultiert. Am Gaumen entfaltet sich dann eine kraftvolle, ausdrucksstarke Struktur, die mit einem einnehmenden Säure-Spiel einfach Spaß macht.
Abgesehen von einem unglaublichen Preis-Leistungs-Verhältnis, sind wir stets begeistert von dem hervorragenden Reifepotential dieser Rieslinge. 
2018 Schloßböckelheim KUPFERGRUBE Riesling Grosses Gewächs Q.b.A. trocken - Schäfer-Fröhlich, Nahe
Das Gute liegt so Nahe.
Manchmal übersehen wir, was direkt vor unserer Haustür liegt. Dabei zählt die Nahe zur absoluten Weltspitze des Rieslings. Nicht nur aus deutscher Sicht, sondern gerade im internationalen Vergleich. Wer sich mit Sommeliers und Weinkennern aus aller Welt unterhält, wird feststellen: Ein großer Riesling von der Nahe gehört ganz selbstverständlich zur Spitze. Wie dieses Große Gewächs von Schäfer-Fröhlich, das es ohne den Bedarf vieler Worte ganz einstimmig in unsere Probenhighlights geschafft hat.

2020 Bourgogne Hautes-Côtes de Nuits Rouge - Felettig, Burgund
Nicht nur unser Probenhighlight der Burgunderverkostung, sondern auch unser stets beliebter Go-to-Wein, wenn wir einfach etwas Gutes, Unkompliziertes aufmachen wollen. Besonders der Jahrgang 2020 bringt einen äußerst eigenständigen Pinot Noir aus der etwas kühler gelegenen Parzelle „Les Mouchettes“ in Villers-la-Faye hervor. Die Kühle der Hautes-Côtes sorgt für Eleganz statt üppiger Fülle und die Handschrift Gilbert Felettigs, der teilweise ganze Trauben vergärt, unterstreicht die Frische und Spannung. Die in der Nase dominierenden dunklen Beeren und Kirschen finden sich in einer fein abgestimmten Süße auch am Gaumen wieder. Ein perfekt gelungener Wein im Einstiegsbereich mit stabilem Rückgrat. Wie stets gehört dieses Weingut aus Chambolle-Musigny zu unseren Favoriten.
2021 Jechtingen ENSELBERG Spätburgunder Grosses Gewächs Q.b.A. trocken - Franz Keller, Baden