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„G“eschnuppert, „G“ekostet und „G“efreut!

Ein Drei-Akter mit Vorprogramm und Zugabe.

Wie könnte ein Montag angenehmer verabschiedet werden als mit einer Weinprobe?  Nachdem das Tagwerk vollbracht ist setzen wir uns montags mit schöner Regelmäßigkeit in den hauseigenen WeinArt Salon und nähern uns Wein in der Praxis. Die Themen sind schier unbegrenzt, mal verkosten wir Weine, um festzustellen, ob sie zu uns passen, mal vergewissern wir uns über den aktuellen Reifezustand bestimmter Weine und oft genug treffen neue Jahrgänge oder Weine ein.

Am 17.02.14 hieß es Bühne frei für die Familie Guinaudeau aus Bordeaux und ihre außergewöhnlichen Weine. Jacques und Sylvie Guinaudeau besitzen das berühmte Château Lafleur in Pomerol, leben allerdings auf Château Grand Village in Mouillac. Die Weine beider Güter führen wir exklusiv, was uns seit Jahren mit Stolz erfüllt.
Im Rampenlicht stand zunächst der frisch angekommene Jahrgang 2011. Ein Jahrgang der Winzer wie man immer so schön sagt, wenn die Natur nicht zu knapp bemessen besondere Herausforderungen in Weinberg und Keller bereithält.

Frei nach Sepp Herberger: Die Wahrheit findet sich im Glas:

Der rote 2011er Grand Village präsentiert sich im Duft verhalten, im Ansatz sehr feine Noten dunkler Beeren, mehr noch nicht. Am Gaumen ansprechende Frucht, die aber derzeit von straffen Tanninen dominiert wird. Kein Grund zur Sorge, Grand Village besitzt ein sehr gutes Alterungspotential. Drei, besser fünf Jahre warten. Ja, Sie haben richtig gelesen, ein Wein für 15,90 Euro, der Geduld erfordert. Und das in dieser schnelllebigen Zeit. Genießen Sie einfach die verlängerte Phase der Vorfreude und widmen Sie sich den bei uns noch vorrätigen und trinkreifen Jahrgängen 2004 bis 2008.

Im Glas daneben der 2011er „G“ Acte 3. Hier müssen wir etwas weiter ausholen: Seit 2002 werden Jacques und Sylvie Guinaudeau auf Grand Village unterstützt von ihrem Sohn Baptiste und dessen Frau Julie. Die beiden setzen tatkräftig neue Ideen um, so dass nicht nur die Qualität von Grand Village einen weiteren Sprung nach vorn gemacht hat. Gezielt hat die Familie in den letzten Jahren nach geeigneten, zum Verkauf oder zur Pacht stehenden Parzellen gesucht. Aus diesen Parzellen, die sich durch besonders vielversprechende Böden auszeichnen, sowie aus vergleichbaren von Grand Village wird der neue Wein „G“ erzeugt. Die Premiere erfolgte mit Jahrgang 2009 „G“ Acte 1 (übersetzt: erster Akt). Wir haben Ihnen diesen sowie den zweiten Akt 2010 „G“ Acte 2 bisher bewusst vorenthalten, um beiden Ausnahmejahrgängen eine gewisse zusätzliche Zeit zur Reife zu gönnen. Mit der Ankunft des dritten Akts 2011 „G“ Acte 3 gehen wir jetzt mit drei Jahrgängen gleichzeitig an die weininteressierte Öffentlichkeit.

 

 

G  Acte2011er „G“ Acte 3: Eine Cuvée aus 56% Merlot und 44% Cabernet Franc. Deutlich „wärmere“ Nase als beim Grand Village, etwas Tabak, Vanille, dunkle Beeren, aber alles noch zart und unterhalb der Oberfläche. Intensive, noch von kräftigen Tanninen beherrschte Frucht, inneren Werte stimmen, haben Klasse.

2010er „G“ Acte 2: Eine Cuvée aus 56% Merlot und 44% Cabernet Franc. Sehr dichtes, „g“eballtes, „g“lasklares Fruchtbouquet, Tannine und „g“eschmeidiger Körper in Harmonie, „g“länzendes Potential, einfach „g“randios „g“elungen.

2009er „G“ Acte 1: Eine Cuvée aus 60% Merlot und 40% Cabernet Franc. Sattes, vielschichtiges Bouquet, ein Korb voller dunkler, hochreifer Beeren, saftig, füllig, das Übermaß an Frucht in diesem hervorragenden Jahrgang wird gebändigt durch reife Tannine. Einträchtige Balance, Potential für mehr als ein Jahrzehnt der Freude.
Der „G“ wird wie Grand Village durch das gesamte Weinjahr von der Mannschaft von Château Lafleur betreut. Die ausgesuchten „G“ Parzellen haben vorwiegend kalk- und kreidereiche Böden, die denen von Saint Emilion ähneln. Ausbau: 15 Monate im Barrique, Abfüllung im zweiten Frühjahr nach der Lese.
Unser Fazit: Der „G“ ist ein hochspannendes und entdeckenswertes Stück Weinkultur, wir empfehlen Ihnen folgende Vorgehensweise:

„G“elesen, „G“espeichert, und „G“ekauft!

Weiterhin haben sich an diesem besonderen Montagabend folgende Weine einen besonderen Applaus verdient:

2011 Pensées de Lafleur: Wunderschönes, derzeit offenes Fruchtbouquet, vielschichtig, reife Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Fülle ohne „likörig“ zu sein, präsente Tannine, erhabene Eleganz. Der „kleine“ Lafleur zeigt sich großartig.

2011 Lafleur: Eine Cuvée aus 53% Cabernet Franc und 47% Merlot. Kraftvoll, intensives Schwarzkirsch und Heidelbeerbouquet, tolle Aromatik, grandiose, dichte Frucht, die Tannine im Moment deutlich im Hintergrund, was sich aber bald wieder ändern wird. Mit Sicherheit einer der besten Pomerols des Jahrgangs. Kaum zu beschreibende Klasse, die in schieres Erstaunen versetzt. Ein echtes Juwel für die wahrhaft besonderen Momente im Leben.
Verschweigen möchten wir auch nicht, dass wir noch folgende Jahrgänge von Grand Village probiert haben: 2010, 2009, 2008, 2007, 2006, 2005 und 2004. Sprechen Sie uns an, es ist für jeden Geschmack mindestens eine Empfehlung dabei.