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Cook in Israel – Ein Tag mit Shakshuka, Zehug und Hamantaschen

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Im März reiste ich mit meiner Liebsten erstmalig nach Israel. Vier Flugstunden von Frankfurt entfernt erlebten wir fünf abwechslungsreiche und mit bleibenden Eindrücken gespickte Tage, über ich hier in mehreren Teilen berichten werde.

Klimatisch ist März der für uns Mitteleuropäer wohl angenehmste Reisemonat ins Heilige Land. Zwar hat Israel mehrere Klimazonen inklusive Wüste, aber in der Küstenregion bei Tel Aviv und rund um Jerusalem herrschen im März frühlingshafte Temperaturen. Später kann es auch dort sehr schnell zu heiß werden, im Juli und August, so warnten uns Einheimische, wäre es in Jerusalem kaum auszuhalten.

Als Unterkunft hatten wir uns das Harmony Hotel im Zentrum unweit der Haupt-Einkaufsstraßen ausgesucht. Die Zimmer haben zwar eine etwas betagtere Einrichtung, sind aber in Ordnung. Empfehlenswert wird dieses Hotel durch seine sehr freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeiter/innen, das Ambiente im Hotel, seine Lage, sowie durch das reichhaltige Frühstück. Ein wohltuender Start in den Abend beginnt mit der Happy Hour in der Lobby, täglich außer samstags (Sabbat) von 17.00 – 19.00 Uhr. Kostenlos stehen für die Gäste Salate, ein warmes Gericht, zwei heimische Weine, Säfte, Wasser, Kaffee und Gebäck bereit.

Am ersten Tag nach der Anreise näherten wir uns Israel kulinarisch. Menschen, die Lust auf gutes Essen und feine Weine teilen, überwinden kulturelle Unterschiede mit Leichtigkeit. Und was könnte interessanter und lehrreicher sein, als eine Israelische Köchin zu treffen und mit ihr gemeinsam ihre  landestypischen Lieblingsgerichte zuzubereiten. Als wir darüber im Baedeker Reiseführer lasen, haben wir keine Sekunde gezögert und Orly Ziv, Gründerin von „Cook in Israel“ kontaktiert.

Und so trafen wir uns morgens gegen viertel nach neun am Carmel Market in Tel Aviv. Der Carmel Market ist eine Mischung aus Wochenmarkt und orientalischem Suk. Verführerische Düfte wabern durch alle Gassen, Gewürze, Gemüse, Obst, vieles mir völlig unbekannt. Hinzu kommen Bistros, Bäckereien sowie zahlreiche Stände, an denen man sich zwischendurch stärken kann.

Zu sechst gingen wir auf Einkaufstour: Orly führte eine Amerikanerin mit ihren beiden erwachsenen Töchtern, meine Liebste und mich. Naschend und probierend tasteten wir uns an Israels Spezialitäten heran. Frisch gebackene Fladenbrote verschiedenster Art, gefüllte Teigtaschen, frisch gepresste Gemüsesäfte, Falafel, um nur einiges aufzuzählen. An einem seit 1937 bestehenden Bistro mit Außentischen kamen wir in den Genuss eines würzig-schmackhaften Frühstücks: Mit Kardamom, Zimt und Ingwer gewürzter Mokka, Hummus mit Shakshuka, pikante Saucen, scharfe, eingelegte Gurken. Shakshuka stammt wohl aus Libyen, gilt aber inzwischen als Nationalgericht in Israel, welches man an jeder Ecke bekommt. Hauptbestandteile dieses nahrhaften Kochgerichts sind Auberginen, Paprika, Kirschtomaten, Knoblauch, Chili, Koriander und pochierte Eier.

Mit prall gefülltem Einkaufskorb fuhr Orly mit uns zu ihrem Wohnort in Ramat Hasharon, außerhalb von Tel Aviv. In ihrer Wohnung lernten wir ihren Mann Ben und zwei ihrer Töchter kennen. In gemütlicher-lockerer Atmosphäre bereiteten wir miteinander von der Vorspeise Hummus bis zum Dessert Hamantaschen insgesamt acht Gänge zu, alles koscher und mit Ausnahme von „Fisch mit grüner Tahini-Sauce“ alles vegetarisch. Ich konnte so einige Kniffe und Tricks lernen. Begleitet von einem erfrischenden Chardonnay und einem roten Blend, beide natürlich aus der Region, schmeckten unsere Gerichte durch die Bank nach mehr.

Fazit: Orly und ihre Familie sind wirklich liebenswerte, offenherzige Gastgeber, die Stunden zerrannen uns zwischen fleißigen Fingern wie kalte Butter in der heißen Pfanne. Als wir nachmittags gegen halb fünf von Ben zur Busstation Richtung Jerusalem gebracht wurden, hatte ich das Gefühl, einen dieser Tage erwischt zu haben, von denen man sich wünscht, er möge niemals enden. Es ist eine Bereicherung, Orly und ihre Familie kennengelernt zu haben. Köstlicher hätte ich kaum mit Israels Küche auf Tuchfühlung gehen können. Und deshalb lege ich Ihnen diese Erfahrung aufs wärmste an Herz.

Der kulinarische Tag bei Orly ist buchbar für zwei bis sechs Gäste und kostet ca. 150 Euro pro Person.

Cook in Israel, Orly Ziv

E-Mail: info@cookininsrael.com

Tel.: +972-544649706