Mit insgesamt 1349 ha Rebfläche auf 33 km Länge ist die Wachau nüchtern betrachtet ein kleines Weinbaugebiet. Das aber hat es in sich, glänzt es doch mit einer wahrhaft beeindruckenden Dichte an Winzern, die sich in der Weltspitze etabliert haben. Emmerich Knoll, F.X. Pichler und Franz Hirtzberger zählten zu den Vorreitern, die den guten Ruf der Wachau durch unermüdlichen Einsatz in Sachen Qualität begründet haben, doch inzwischen haben unter anderem auch Rudi Pichler, Leo Alzinger und Franz Prager einen großen Anteil am Erfolg der Wachauer Weine.
Grüner Veltliner (690 ha) aber auch Riesling (erstaunlicherweise lediglich 180 ha) säumen die nördliche Flanke der Donau und sprengen dort ihre Wurzeln in das Urgestein der unzähligen Terrassenlagen. Viele Lagen und Rieden sind hier von so einzigartiger Güte, dass selbst kleinste Parzellen mit nur einer Hand voll Stöcken es – Gott lob – wert sind, bewirtschaftet zu werden.
Während der Riesling in rheinischen Gefilden eine eher üppig fruchtige Ausprägung findet, gelingt er im bunten Gneis und schwarzen Amphibolit – dem Urgestein des Donaureliefs – herrlich duftend nach reifen Kräutern und Zitrusgewächsen. Im Wechselspiel mit Mineralik und Säure erlebt man so Weine mit großer Nachhaltigkeit am Gaumen, die wie ein kühlender Gebirgsbach natürlich und betörend lebendig wirken.
Ebenso schätzen wir den Grünen Veltliner mit seinen würzigen Facetten, da er unser Repertoire rund um substanzreiche, elegante Weißweine mit guter Alterungsfähigkeit hervorragend ergänzt. Als typisches, österreichisches Original mit Klasse und Tiefgang bietet er uns immer wieder eine willkommene Abwechslung zwischen der Fülle an Rieslingen in unserem Sortiment.